Tipps für Draußen: Die Radharfe stimmen

Mit Tonleiter und Nippelspanner unterwegs

Nippelspanner ist ein schönes Wort für eine wichtige Sache. Doch anders als vermutet, kommt es hier auf’s Musikalische an.

Es wird allgemein empfohlen, Speichen bei großer Belastung – z.B. durch Gepäckfahrten – regelmäßig nachzuspannen. Bei rauen Bedingungen sollte das ca. alle 500 Kilometer geschehen.

Was im Alltag oft vergessen wird, ist weit weg vom nächsten Radladen umso wichtiger. Gerade bei Landstreckentouren mit Gepäck oder unebenen Pisten gilt: alle 3 bis 4 Tage einen großen Radcheck einplanen. Ideal ist es, dafür bei schönem Wetter etwas eher das Lager aufzuschlagen und gemütlich eine abendliche Radinspektion durchzuführen.

Das Speichen Spannen ist aber eine sensible Sache und kann schnell zum Totalausfall des Laufrads führen. Deswegen überlassen das viele gerne ihrer Fachwerkstatt, die aber unterwegs meist in weiter Ferne ist. Also heißt es, selber machen. Und hier kommt der Nippelspanner ins Spiel, das Werkzeug, mit denen die Speichenköpfe an der Felge nachgezogen werden können.

Mancher hat ja ein musikalisches Gemüt. Das hilft hier weiter. Wenn man die Speichen z.B. mit einem Schraubenzieher anpingt, sollten die Speichen eines Laufrads immer sehr gleich klingen. Das kann man sich für das Nachspannen zunutze machen. Klingt eine Speiche tiefer als die anderen, ist das ein Indiz dafür, dass sie etwas locker sitzt. Diese Speiche sollte so nachgezogen werden, dass sie ähnlich wie die anderen klingt. Aber zu beachten ist: Niemals eine Speiche lockern, sondern den Gleichklang immer durch Nachziehen herstellen.

Wer also wissen will, ob mit seinem Laufrad noch alles in Ordnung ist, sollte öfter mal mit einem Schraubenzieher auf seinen Speichen rumklimpern.

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